antriebslos

Es war eine furchtbare Nacht. Mein Nacken schmerzte, die Traumwelt war gruselig und anstrengend und ich bin ständig aufgewacht, ohne zu wissen, wo ich war. Der Morgen begrüßte mich mit Bauchschmerzen und Angstgefühlen. Ich würde meine Wohnung verlassen müssen, ins Büro gehen, dort, viele Menschen sehen und mit ihnen kommunizieren müssen, ständig auf der Hut vor Missverständnissen und Entblößungen. Ich bin tatsächlich im Büro. Erledige meine Arbeit, lächle meine Kollegen an. Th. ist krank, ihm kann ich mein Leid nicht klagen. Ich fühle mich so alleine. Zu Hause liegen im Bad meine Schlafklamotten auf dem Boden, ich war unfähig, sie weg zu räumen. Der Abwasch stapelt sich seit Sonntag, seit Th. wieder weg ist. Gestern konnte ich kein Essen einkaufen gehen, nicht mal bestellen konnte ich etwas. Wie soll das nur weiter gehen? Seit einigen Stunden sitze ich nun hier, arbeite so vor mich hin, bin nicht wirklich produktiv. Mein Genick knirscht, mein Kopf ist so schwer, ich kann ihn kaum halten. Die Tränen stehen mir in den Augen, aber sie würden mich jetzt nur mehr zu Erklärungen zwingen. Wer interessiert sich schon für meine Tränen?

27.2.07 11:22

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